Tag 2 – Sind wir mit den Coronamassnahmen auf den Weg in die Dystopie?

Tag 2

Am 15. März wurde in Philippines der Lockdown ausgerufen. Wenige Wochen später wurde das Militär mit einbezogen. Menschen haben von heute auf morgen null Einkommen gehabt und es gibt keine Unterstützung wie auch immer. Die Menschen hungern. Ach ja doch, manchmal gab es Care-Pakete, wenn die nicht auf dem Weg bei irgendeinem Dorfcaptain eingesackt wurden. Und zwar pro Haushalt: 2 Kilo Reis, 1 Dose Sardinen und 2 Packungen Instantnudeln. In den Städten explodiert Corona, weil es in den Slums unmöglich ist auf Abstand zu achten. Die ganze Wirtschaft befindet sich in freiem Fall. Meine Familie ist auch betroffen. Politisch gesehen versucht Pres. Duterte über sein Notstandsgesetz noch mehr Menschenrechte abzuschaffen.

Das war ein praktisches Erlebnis, wie es gehen kann. Kein Gejammer vom Wohnzimmer aus, ich hab dort drei Monate im Ort gelebt und mit vielen geredet und jeden Tag die Wellblechhuette des Nachbarn im Auge. Die ersten paar Wochen musste ich mehr oder weniger auf dem Grundstück bleiben, später mit Passierschein mal in den Supermarkt. Für alles hat man eine Genehmigung gebraucht. Lebensmittel waren auch knapp. Wir hatten genug Fleisch, Fisch, Reis und grünes Gemüse, aber für die Armen war das schlimm. Diverse Reisspenden sind auch nie angekommen, weil viele so korrupt sind.

Ich sehe hier keine Straßensperren, willkürliche Verhaftungen und Militär vorm Supermarkt. Jeder hat zu essen und es gibt sogar Hilfe. Ich kann meine Meinung kundtun, jeder Querdenker natürlich auch, und wir gehen nicht in den Knast. Deshalb stehe ich hinter unserer Maßnahmen und der Impfung.

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