Was ist meine Kunst oder ist da überhaupt Kunst? Und wer ist das rosa Kaninchen?

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Ich frage mich selbst immer wieder, was mach ich da? Kann ich mich denn Künstlerin nennen und wenn ja, was ist meine Kunst?

Ob ich mich nun Künstlerin nenne oder rosa Kaninchen, ist im Grunde egal. Mein Talent liegt darin, dass ich keine Vorlagen im Sinne von Bildern, Landschaften oder Menschen brauche. Ich hab das im Kopf. Und – an guten Tagen – muss ich nur bei meinem Unterbewusstsein – oder meinem subjektiven Selbst, wie immer man es nennen möchte, anklopfen um meine inneren Bilder nach außen zu stülpen und zu malen.

Dass ich das kann, war für mich so normal, dass ich dachte, jeder Mensch macht das. Und genau deshalb habe ich früher nie an das Malen gedacht, weil ich glaubte, ich kann nicht malen, das ist nichts wert. Doch nachdem ich einmal den Durchbruch hatte und feststellte, dass sich mir meine Gedanken und Gefühle auf einmal in Farben und Motiven präsentierten, gab es kein Halten mehr. Bin ich traurig, male ich meine Traurigkeit. Habe ich Angst, male ich meine Angst. Bin ich glücklich, sind es meine Bilder auch.

Wenn ich in meinem Malzimmer auf dem Sofa liege und umschaue, sehe ich mich, meine Geschichte und die Dinge, die nie ausgesprochen wurden, um mich herum. Vielleicht ist das ja auch eine Form von Narzismus, aber ich fühle mich umgeben von meinem subjektiven Selbst ausgesprochen wohl.

Inzwischen weiß ich, dass ich eine Fähigkeit habe, die genauso speziell ist wie ein wunderschönes Portrait zu malen oder ähnliches. Viele Menschen haben Angst vor einem weißen Blatt oder brauchen eine Struktur, in der sie sich bewegen beim Malen. Ich will das nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich im Leben eher Angst habe, die Kontrolle zu verlieren und ich finde es so erleichternd, dass ich in meiner Form der Kunst einfach loslassen kann. Das gibt mir den Halt in mir selbst.

Natürlich arbeite ich an mir, mich zu steigern. Je besser die Technik, desto besser die Ergebnisse. Aber ich möchte nicht meine Spontanität verlieren und deshalb nenne ich mich doch lieber rosa Kaninchen als Künstlerin.

 

Eine Skizze und ihre Geschichte

Manchmal bleiben bestimmte Szenen in meinem Kopf hängen, weil sie Empfindungen Singing the bluesausgelöst haben. Bei der Beobachtung dieser Szene z.B. spürte ich eine Harmonie zwischen den Künstlern und das hat sich auf mich übertragen. Egal, ob die Harmonie real war oder nur in meinem Kopf. Zwei Tage später entstand dann dieses Bild.

 

 

Die Liebenden

Das Bild ist nach eine Skizze einer Steinskulptur entstanden, die in einem alten Kloster steht. Mir gefiel die Fantasie von zwei Liebenden in Stein gehauen und verewigt. Das hat so was romantisches :-). Abgesehen von der Idee und der groben Form hat meine Interpretation nicht mehr viel damit zu tun.

Für die Gesichter war ich inspiriert von afrikanischen Masken, ich wollte auf ganz schlichte Weise einen Ausdruck einfangen, der harmonisch ist. Auch wenn die Figuren sich nicht anschauen, sind sie innig verbunden, was ich versucht habe durch die Farbwahl und die Berührung der zwei darzustellen.