Was ist meine Kunst oder ist da überhaupt Kunst? Und wer ist das rosa Kaninchen?

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Mein Talent liegt darin, dass ich keine Vorlagen im Sinne von Bildern, Landschaften oder Menschen brauche. Ich hab das im Kopf. Und – an guten Tagen – muss ich nur bei meinem Unterbewusstsein, anklopfen um meine inneren Bilder nach außen zu stülpen und zu malen.

Bin ich traurig, male ich meine Traurigkeit. Habe ich Angst, male ich meine Angst. Bin ich glücklich, sind es meine Bilder auch.

Wenn ich in meinem Malraum auf dem Sofa liege und umschaue, sehe ich mich, meine Geschichte und die Dinge, die nie ausgesprochen wurden, um mich herum. Vielleicht ist das auch eine Form von Narzismus, aber ich fühle mich umgeben von meinem subjektiven Selbst ausgesprochen wohl.

Inzwischen weiß ich, dass ich eine Fähigkeit habe, die genauso speziell ist wie ein wunderschönes Portrait zu malen oder ähnliches. Viele Menschen haben Angst vor einem weißen Blatt oder brauchen eine Struktur, in der sie sich bewegen beim Malen. Ich will das nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich im Leben eher Angst habe, die Kontrolle zu verlieren und ich finde es so erleichternd, dass ich in meiner Form der Kunst einfach loslassen kann.

Natürlich gehört auch Lernen und Üben dazu. Aber ich möchte nicht meine Spontanität verlieren und Kunst ist sowieso relativ.

 

Eine Skizze und ihre Geschichte

Manchmal bleiben bestimmte Szenen in meinem Kopf hängen, weil sie Empfindungen Singing the bluesausgelöst haben. Bei der Beobachtung dieser Szene z.B. spürte ich eine Harmonie zwischen den Künstlern und das hat sich auf mich übertragen. Egal, ob die Harmonie real war oder nur in meinem Kopf. Zwei Tage später entstand dann dieses Bild.

 

 

Die Liebenden

Das Bild ist nach eine Skizze einer Steinskulptur entstanden, die in einem alten Kloster steht. Mir gefiel die Fantasie von zwei Liebenden in Stein gehauen und verewigt. Das hat so was romantisches :-). Abgesehen von der Idee und der groben Form hat meine Interpretation nicht mehr viel damit zu tun.

Für die Gesichter war ich inspiriert von afrikanischen Masken, ich wollte auf ganz schlichte Weise einen Ausdruck einfangen, der harmonisch ist. Auch wenn die Figuren sich nicht anschauen, sind sie innig verbunden, was ich versucht habe durch die Farbwahl und die Berührung der zwei darzustellen.